Pyrenäen: Tourverlauf
Freitag: Anreise
Treffen in Grevenbroich. Nach dem Verladen der Rennräder fahren wir gegen 21.00 Uhr via Lüttich – Paris – Tours – Bordeaux in Richtung Atlantik.
Samstag: Anreise
Nach einer Gesamtstrecke von 1.270 km kommen wir um ca. 15.00 Uhr in Saint-Jean-de-Luz (20 km südlich von Biarritz) an und beziehen unser Hotel. Nachmittags bleibt noch ein wenig Zeit, um an den Strand zu gehen. Abends besprechen wir die erste Etappe und checken unser Material.
Sonntag: St-Jean-de-Luz - Larrau
Auf geht’s! Wir starten direkt am Atlantikstrand und lassen die Stadt schnell hinter uns. Die ersten Kilometer führen durch schmucke Dörfer mit den typischen baskischen Fachwerkhäusern. Bald erreichen wir über den Puerto d’Otxondo (602 m) die spanische Grenze. Über den Col d’Izpégui (690 m) fahren wir zurück nach Frankreich. Nach einer Mittagspause nehmen wir den ersten „richtigen“ Pass in Angriff, den Col de Burdincurutcheta (1.135 m). In Larrau ist dann Schluss für heute.
Etappenlänge: 130 km
Höhenmeter: 2.100
Montag: Larrau - Arette
Ein absolutes landschaftliches Highlight erwartet uns heute mit dem Port de Larrau (1.585 m). Wieder in Spanien, fahren wir über den kleinen Verbindungspass Alto Laza (1.129 m) zur Mittagsrast in ein kleines spanisches Dorf. Nach der Mittagspause nehmen wir den einsam gelegenen Col de la Pierre St-Martin (1.765 m) unter die Räder. Die Abfahrt hinunter nach Arette ist eine der schnellsten Abfahrten in den Pyrenäen und scheint nicht enden zu wollen.
Etappenlänge: 100 km
Höhenmeter: 2.400
Dienstag: Arette - Luz-St-Sauveur
Ab heute bewegen wir uns im absoluten Kerngebiet der Tour de France. Kurz nach dem Frühstück steht zuerst der Col de Marie-Blanque (1.035 m) auf dem Programm, der es am Anfang noch ruhig angehen lässt, aber auf den letzten vier Kilometern durchgängig zweistellige Steigungsprozente aufweist. Mit dem Duo Col d’Aubisque (1.709 m) und Col du Soulor (1.474 m) erreichen wir zwei der bekanntesten und faszinierendsten Pyrenäenpässe überhaupt. Nach einer sehr zügigen Abfahrt erreichen wir unser Hotel in Luz-St-Sauveur.
Etappenlänge: 125 km
Höhenmeter: 2.450
Mittwoch: Luz-St-Sauveur - Luchon
Das Dach unserer Tour: Heute werden wir uns die Straße sicherlich mit einigen anderen Radlern teilen. Der Col du Tourmalet (2.115 m) ist nicht nur einer der höchsten Pyrenäenpässe, sondern vor allem der Bekannteste. Diesen Pass muss jeder Rennradler einmal in seinem Leben bezwungen haben! Die Anfahrt zur Passhöhe ist von der Länge mit den großen Pässen in den Alpen vergleichbar, die Steigung ist aber überaus gleichmäßig, sodass sich schnell ein guter Rhythmus finden lässt und so die Fahrt zum Hochgenuss wird! Auf der Passhöhe genießen wir die Aussicht und die Gewissheit, den höchsten Pyrenäenpass unserer Tour bezwungen zu haben. Am Nachmittag werden mit dem Col d’Aspin (1.489 m) und dem Col de Peyresourde (1.569 m) zwei weitere Tour-Monumente in Angriff genommen. Nachmittags erreichen wir den berühmten Tour de France Etappenort Bagnères-de-Luchon.
Etappenlänge: 90 km
Höhenmeter: 3.270
Donnerstag: Ruhetag
Nach den Strapazen der vergangenen vier Tage ist heute der verdiente Ruhetag in Bagnères-de-Luchon angesagt. Es bietet sich an, die Thermalquellen zu besuchen. Die Harten unter uns nutzen auch diesen Tag zum Radfahren, z. B. um die Tourankunft Superbagnères (1.804 m) zu befahren (das Begleitfahrzeug steht heute nicht zur Verfügung).
Freitag: Luchon - Seix
Heute geht unsere Pyrenäendurchquerung zunächst mit dem Col du Portillon (1.320 m) weiter. Der Col de Menté (1.349 m) verlangt uns dann einiges ab. Am Fuße des Col de Portet d’Aspet (1.069 m) halten wir kurz am Fabio-Casartelli-Denkmal an. Diesen Radtag beschließen wir mit dem landschaftlich sehr reizvollen Col de la Core (1.395 m). Der Bus bringt uns nach der Etappe zum Hotel.
Etappenlänge: 110 km
Höhenmeter: 2.900
Samstag: Seix - Ax-les-Thermes
Das Kerngebiet der Tour haben wir nun hinter uns. Über unbekannte, aber absolut reizvolle Pässe, die die Namen Col de Latrape (1.110 m), Col d’Agnes (1.580 m) und Port de Lers (1.517 m) tragen, erreichen wir Ax-les-Thermes. Die letzten 30 Kilometer nach Ax fahren wir nicht über die breite und viel befahrene Schnellstraße. Stattdessen haben wir eine Umfahrung erkundet, die Ihresgleichen sucht.
Etappenlänge: 120 km
Höhenmeter: 3.150
Sonntag: Ax-les-T. - Amélie-les-Bains
Nach dem Frühstück geht’s direkt Richtung Port de Pailhères (2.001 m) und damit zum letzten Mal über die 2.000 m-Marke. Dieser relativ unbekannte Pass bietet uns noch mal landschaftliche Faszination pur. Besonders die Abfahrt wird uns noch lange in Erinnerung bleiben. So viele enge Kurven dürfte kein anderer Pass aufzubieten haben, diese Abfahrt fordert unsere ganze Konzentration. Auf dem Col de Garavel (1.256 m) treffen wir zur Mittagspause wieder auf unseren Begleitbus, der die schmalen Passstraßen des Pailhères weiträumig umfahren musste. Ein Anstieg auf den Col de Jau (1.506 m) und eine rasante Abfahrt durch sehr schöne katalonische Bergdörfer bringt uns nach Prades, von wo aus wir durch eine beeindruckende Landschaft über einsame Straßen den letzten (kleinen) Pass des Tages in Angriff nehmen. Eine traumhafte und endlos lange Abfahrt bringt uns zu unserem Tagesziel.
Etappenlänge: 150 km
Höhenmeter: 3.100
Montag: Amélie-les-Bains - Banyuls-s-Mer
Die großen Hürden sind bezwungen! Eine wunderschöne Abschlussetappe durch die Pyrenäenausläufer bringt uns zu unserem ersehnten Ziel am Mittelmeer: Banyuls-sur-Mer (südlich von Perpignan). Geschafft! Über 900 km und 20.000 Höhenmeter liegen hinter uns.
Etappenlänge: 90 km
Höhenmeter: 800
Dienstag: Heimfahrt
Nach acht äußerst sportlichen und beeindruckenden Radtagen treten wir heute früh die Rückreise an, sodass wir um ca. 2.00 Uhr des Folgetages (21.09.2011) in Grevenbroich ankommen.
Änderungen vorbehalten!
Alle Pässe auf einen Blick
Puerto d’Otxondo, Col d‘Ispegui, Col de Burdincurutcheta, Port de Larau, Col de la Pierre St. Martin, Col de Marie-Blanque, Col d’Aubisque, Col du Soulor, Col du Tourmalet, Col d’Aspin, Col de Peyresourde, Col du Portillon, Col de Mente, Col de Portet d’Aspet, Col de la Core, Col de Latrape, Col d’Agnes, Port de Lers, Port de Pailhères, Col de Garavel, Col de Jau
